Die Geschichte von AFS Österreich


1914 – 1945

1914 wurde das American Field Service von US-amerikanischen Zivilisten in Paris gegründet. Die ersten AFSer meldeten sich freiwillig zum Sanitätsdienst, um Verletzten des ersten Weltkrieges Hilfe zu leisten.
Bis 1917 war das AFS auf 2.500 Fahrer angewachsen, die mehr als 500.000 Verwundete transportiert hatten.

Auch im zweiten Weltkrieg führten Freiwillige des American Field Service diese Tätigkeit fort. Im Verlauf der beiden Weltkriege kamen sie in Europa, Nordafrika, dem Mittleren Osten, Indien und Burma zum Einsatz.Während neun Nationen Krieg führten, transportierten die „AFS Ambulance Driver“ mehr als 1,2 Millionen verletzte Soldaten, aber auch Zivilist/innen, und konnten mit ihren Sanitätseinsätzen unzählige Leben retten.
2.196 AFS Freiwillige dienten gemeinsam mit den Armeen vieler Staaten, wie Truppen aus Frankreich, England, Polen, Australien, Neuseeland, Kanada, Indien und Südafrika.

 

 

Nach dem 2.Weltkrieg

„Wir haben in dieser Zeit gelernt, Vorurteile abzubauen und Verständnis für eine andere Lebensweisen zu entwickeln“, erinnert sich einer dieser Ambulance Driver. Nach ihrem Einsatz zu Kriegszeiten und unter dem Eindruck der Schrecken des Krieges beschlossen einige der heimgekehrten Rettungsfahrer, sich zukünftig für den Frieden einzusetzen. Sie waren überzeugt davon, dass junge Menschen, die fremde Länder entdecken und dabei kulturelle Unterschiede zwischen den Völkern erkennen und  schätzen lernen, eine gerechtere und friedlichere Welt schaffen und künftige Kriege vermeiden könnten.

Der Beginn des Schüler/innenaustausches

Aus dieser Überzeugung entstanden die ersten AFS-Austauschprogramme für Jugendliche. Der AFS-Jugendaustausch begann als Experiment, das vom Wunsch nach internationalem Verständnis und Frieden getragen wurde.

Zunächst wurde es Jugendlichen aus dem durch den Krieg zerstörten Europa ermöglicht, ein Jahr bei US-amerikanischen Gastfamilien zu verbringen. Bald darauf kamen auch US-amerikanische Jugendliche nach Europa. Nach und nach wurde das Programmspektrum des AFS erweitert und internationalisiert.

1950 – 1960

Als Stephen Galatti im Jahre 1964 verstarb, gab es AFS Programme bereits in 60 Ländern.

Im July 1963 sprach Präsident John F. Kennedy im Weißen Haus zu AFS TeilnehmerInnen:

1970 – heute

1971 wurde die Multinationalisierung der Programme realisiert, als der Schüler/innenaustausch auch zwischen Ländern außerhalb der USA begann.
1972 initiierte AFS das „AFS Educators Program“ in der Sowjetunion und Polen.
Diese Programme wurden dann in den 80er Jahren auf China, Thailand, Südamerika, Jordanien und Ghana ausgeweitet.

1989 wurde AFS von der UNESCO für seinen Einsatz für Frieden und Völkerverständigung ausgezeichnet.

Heute ist AFS eine weltweite, gemeinnützige Austausch- und Bildungsorganisation mit mehr als fünfzig Partnerländern auf fünf Erdteilen. Aus den ursprünglich von den USA aus geleiteten Zweigstellen des „American Field Service“ entstanden Anfang der Neunzigerjahre wirtschaftlich unabhängige AFS-Partnervereine.

Bis heute haben 424,700 Teilnehmer/innen und Gastfamilien bereits an AFS Programmen teilgenommen, die von rund 100.000 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen ermöglicht wurden.
AFS hatte im Jahr 2011 12,767 Programmteilnehmer/innen, und hat derzeit 43,905 aktive ehrenamtliche Mitarbeiter/innen weltweit.

Im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, von Kultur zu Kultur beginnen AFS-Programmteilnehmer/innen Fremdes zu verstehen und Bekanntes mit neuen Augen zu sehen. Getragen vom Wissen um Gegensätzliches und Gemeinsames schaffen sie lebenslange persönliche Beziehungen – und leisten so einen wichtigen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung.
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